Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,

mit dem Jahreswechsel ging auch mein drittes Jahr als Abgeordnete im Bayerischen Landtag zu Ende. Meine politische Arbeit im Jahr 2016 war geprägt durch meine Mitgliedschaft in den Ausschüssen sowie durch meine Tätigkeit als Vorsitzende der Kinderkommission des Bayerischen Landtags. Hinzu kamen zahlreiche politische Aktionen und Veranstaltungen hier im Stimmkreis Eichstätt.

Insgesamt nahm ich im Landtag an 31 Sitzungen des Plenums und an 33 Fraktionssitzungen teil. Zudem leitete ich 12 Sitzungen der Kinderkommission und beteiligte mich an 6 Sitzungen der Enquete Integration.

Durch die von mir organisierten Landtagsfahrten konnten mich mehr als 400 interessierte Bürger aus meinem Stimmkreis an meinem Arbeitsplatz in München besuchen. Hinzu kamen zahlreiche weitere Gruppen, die ich durch das Maximilianeum führte und in den anschließenden Diskussionen meine Arbeit vorstellte.

Zu Hause im Landkreis Eichstätt nahm ich mehr als 300 Termine vor Ort wahr.

Aus den zahlreichen Gesprächen gewann ich nicht nur weitere Arbeitsaufträge, sondern auch neue Erkenntnisse und Impulse, die ich für den Stimmkreis Eichstätt bei meiner Arbeit im Bayerischen Landtag einbringen konnte.

 

Arbeit im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

In München nahm ich an 30 Sitzungen des Arbeitskreises und an 19 Sitzungen des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten teil.

Unter anderem traf ich mich in Pfaffenhofen mit Vertretern des Fleischerzeugerrings Oberbayern-West und Tierhaltern der Region zu einem gegenseitigen Gedankenaustausch.

In kleiner Runde informierte ich über geplante Gesetzesänderungen und die daraus resultierenden Konsequenzen für bayerische Landwirte und Tierhalter. Gemeinsam diskutierten wir über die Düngeverordnung, die Anlagenverordnung und über alternative Methoden zur Ferkelkastration.

Arbeit im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz

Der Arbeitskreis Umwelt und Verbraucherschutz tagte 27 Mal, der Ausschuss 20 Mal in München. Neben den Sitzungen in München war es uns wichtig, konkrete Projekte zum Umwelt- und Naturschutz in den bayerischen Regionen zu inspizieren und vor Ort mit Betroffenen zu sprechen.

Anlässlich der Bayerischen Klimawoche 2016 lud ich den Arbeitskreis Umwelt der CSU-Landtagsfraktion nach Eichstätt ein. Zusammen mit einem Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt informierten wir uns über regionale Projekte zum Naturschutz und zur Biodiversität im Altmühltal. Auf dem Eichstätter Marktplatz verschenkten wir Baumsetzlinge der Winterlinde, den Baum des Jahres 2016, an Passanten und setzten so ein Zeichen gegen den Klimawandel.

Im Anschluss erkundete der Arbeitskreis den natürlichen Lebensraum des als bedroht eingestuften Apollofalters. Auf einer renaturierten Schutthalde am Blumenberg nahe Eichstätt haben mehrere Exemplare eine Heimat gefunden. Das trockene und felsige Gelände des ehemaligen Steinbruchs bietet optimale Lebensbedingungen für die seltenen Schmetterlinge.

Ein weiteres erfolgreiches Naturschutzprojekt besuchten der AK Umwelt und ich im Urdonautal bei Wellheim. Dort wo die Donau ursprünglich floss sind seltene Niedermoore erhalten geblieben. Mit Mitteln des bayerischen Naturschutzfonds und ehrenamtlicher Mithilfe eines Landwirts ist es gelungen, mehrere Heckrinder anzusiedeln und so auf natürliche Art und Weise die einzige Niedermoorfläche des Landkreis Eichstätt freizuhalten und zu pflegen. Ein äußerst erfolgreiches Projekt, das ohne die Fördergelder des Freistaats Bayern nicht möglich wäre.
 

Arbeit in der Kinderkommission

Gemeinsam mit meinen Kolleginnen besuchte ich die Zentrale der Vereinten Nationen in New York, ein Highlight des vergangenen Arbeitsjahres. Dort informierten wir uns, wie man die Rechte von Kindern besser schützen kann und ob die UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland zufriedenstellend umgesetzt wird.

Erfreulicherweise trug der Erfahrungsaustausch bei den vereinten Nationen mit dazu bei, dass sich die Bayerische Staatsregierung vorgenommen hat, für eine Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz einzutreten. Auch ins neue CSU-Grundsatzprogramm wurde die Forderung nach einer Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz aufgenommen.

Über die steigende Anzahl von Kinderehen sprachen wir in New York und im Folgenden auch in diversen Sitzungen im Landtag. Im Zuge der Flüchtlingsströme stieg die Anzahl bereits verheirateter minderjähriger Mädchen, die nach Deutschland kamen, stark an. Bei einer Sondersitzung der Kinderkommission diskutierten wir zusammen mit den Kollegen der Kinderkommission des Bundestages und unserem Bayerischen Justizminister Bausback über die notwendigen Konsequenzen.
 

Veranstaltungsreihe „Die Abgeordnete informiert“

Auch 2016 habe ich unter dem Stichwort „Die Abgeordnete informiert“ mehrere große Informationsveranstaltungen im Landkreis organisiert.

Um den für das Altmühltal so wichtigen Tourismus zu stärken, lud ich zu einem Tourismusgespräch nach Beilngries ein. Dort diskutierten Experten wie Christoph Würflein vom Naturpark Altmühltal, Prof. Dr. Harald Pechlaner, Inhaber des Lehrstuhls für Tourismus an der KU Eichstätt sowie Dr. Martin Spantig, Chef von Bayern Tourismus Marketing, mit Bürgermeistern und Kreisräten über die Zukunft des Tourismus im Landkreis Eichstätt.

Überwältigend war die Teilnahme beim „Ersten Imkergespräch für die Region 10“. Auf Anregung von Ferdinand Bugany hatte ich gemeinsam mit meinen Kollegen der Region 10 eine hochkarätige Gesprächsrunde organisiert. Von Schrobenhausen bis Eichstätt, von Pfaffenhofen bis Beilngries waren Vertreter aller Imkervereine- und verbände nach Gaimersheim gekommen. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal des „Gasthof Ledl“ konnte ich 140 Freunde der Honigbiene begrüßen. 

Die Fachreferenten sprachen in ihren Vorträgen aktuelle Themen an, wie die Bekämpfung der Varroa und Änderungen in der Förderpolitik. Aber auch das notwendige Zusammenspiel zwischen Landwirtschaft und Imkern, das KULAP oder das HOBOS-Projekt wurden thematisiert.  

Im Anschluss an die Fachvorträge diskutierten die Imker lebhaft mit den Fachreferenten. Mir persönlich ist es wichtig, dass die Imker in Bayern durch Veranstaltungen wie dieser mehr Gehör finden. Eine Neuauflage des Imkergesprächs im kommenden Jahr ist daher bereits eingeplant.
 

Sonstiges

Beim Tag der Offenen Tür im Maximilianeum stellte ich die Arbeit der Kinderkommission vor.

Bei der Aktion Rollentausch der Lebenshilfe Werkstätten half ich am Gymnasium in Gaimersheim beim Pausenverkauf und der Ausgabe des Mittagessens. 

Nach zähen Verhandlungen in München konnte ich erreichen, dass im kürzlich verabschiedeten Haushalt des Freistaats Bayern die notwendigen Millionen-Beträge zur Sanierung unserer Willibaldsburg veranschlagt wurden.
 

Vorschau auf 2017

Im Februar werde ich als Teil der offiziellen bayerischen Delegation die Ehre haben, an der Wahl des neuen Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung in Berlin teilzunehmen.


Herzlichst Ihre

Tanja Schorer-Dremel